Onlineshop Zahlungsmethoden: Die beliebtesten Mittel

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Onlineshop Zahlungsmethoden: Corona stellt viele Vertriebskanäle auf die Probe; Während des Lockdowns standen physische Verkaufsflächen plötzlich nicht mehr zur Verfügung, weshalb viele Anbieter den digitalen Vertrieb verstärkt haben. Dabei gilt es zu klären, welche Zahlungsmittel zur Verfügung stehen und welche Vor- und Nachteile sie bieten.

Eine einwandfreie Zahlungsabwicklung ist entscheidend für einen erfolgreichen Onlineshop.
Die Präferenzen von Shop-Betreibern und Kunden unterscheiden sich jedoch, wenn es um die Zahlungsmöglichkeiten geht. Kunden können schnell zur Konkurrenz wechseln, wenn sie in Ihrem Onlineshop die bevorzugte Zahlungsmethode nicht finden. Um das zu verhindern, sollten Shopbetreiber vier bis fünf beliebte Zahlarten anbieten.

Dieser Blog-Beitrag erklärt, was es braucht, um attraktive Online-Zahlungsmittel anbieten zu können, welche Zahlungsarten sich in WooCommerce umsetzen lassen, welche die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungen sind und welche Zahlungsmöglichkeiten die Kunden im E-Commerce bevorzugen.

Theorie: Onlineshop Zahlungsmethoden

Eine kurze Einführung in die Theorie. Sie benötigen zwei Komponenten, damit Kreditkarten-Zahlungen in Ihrem Onlineshop akzeptiert werden.



Akzeptanzvertrag-Acquirer

  • Sie benötigen einen Akzeptanzvertrag mit einem Acquirer, d.h einen Vertrag zwischen Ihnen und einem Zahlungsanbieter wie MasterCard, Visa, etc., der ihnen ermöglicht, diese Kreditkarten für Ihren Onlineshop zu nutzen. Diese Firmen sind Acquirer (PostFinance, Six Payment Services, Concardis Aduno, BS Payone). Für die Postcard müssen sie direkt einen Vertrag mit der Postfinance abschliessen, da dies kein anderer Acquirier anbietet.

Vertrag mit Payment Service Provider

  • Zudem benötigen Sie eine Plattform (Payment Service Provider kurz PSP), die Zahlungen mit Kreditkarten abwickelt. Die grössten PSP der Schweiz sind Postfinance, Six Payment Services und Datatrans.

Möglichkeiten

Sie können zwischen zwei Optionen wählen: 1. Wählen Sie einen Partner, der beides anbietet (Acquirer und PSP) oder 2. Sie wählen zwei verschiedene Anbieter. Alles aus einer Hand zu beziehen bietet einen Vorteil in der Abwicklung, ist aber auch mit höheren Gebühren verbunden.

Alles aus einer Hand (Acquirer und PSP)

PAYPAL

PayPal garantiert eine hohe Zahlungssicherheit, ist sehr kundenfreundlich und ist der einfachste Weg, Online-Zahlungen im WooCommerce zu implementieren. In wenigen Schritten wird ohne zusätzliche Kosten ein Geschäftskonto bei Paypal eröffnet und die Schnittstelle im WooCommerce ist gewährleistet. Ein Nachteil sind die hohen Gebühren pro Transaktion. Zusätzliche Informationen zu Gebühren finden Sie hier

Stripe

Stripe ermöglicht Kreditkartenzahlungen sowie Anbindung an verschiedene Web- und Mobile Apps. Der Acquirer ist wie bei Paypal oder 2Checkout inbegriffen. Die Schnittstelle zu Stripe wird via kostenloses Plugin ermöglicht. Der Nachteil besteht darin, dass Stripe eher auf grössere Unternehmen ausgerichtet ist. Zusätzliche Informationen zu Gebühren finden Sie hier.

2Checkout

2Checkout ist ein internationaler Anbieter von Zahlungsdiensten, welche Zahlungen mit Kreditkarten ermöglichen. Wie PayPal bietet 2Checkout sowohl die Acquirer- als auch die PSP-Dienstleistungen an. WooCommerce bietet ein Plugin an, über welches die Schnittstelle zu 2Checkout ermöglicht wird. Ein Nachteil sind die hohen Gebühren pro Transaktion. Zusätzliche Informationen zu Gebühren finden Sie hier.

Postfinance

Postfinance geniesst in der Schweiz eine hohe Akzeptanz. Mit Postfinance lassen sich in WooCommerce Zahlungsmethoden wie Kreditkartenzahlungen, PostFinance Debitkarte, Paypal und TWINT integrieren. Die Gebühren pro Transaktion sind im Vergleich zu anderen Anbietern tief, jedoch ist die Integration komplexer und mit einem kostenpflichten Plugin verbunden. Zusätzliche Informationen zu Gebühren finden Sie hier.

Six Payment Services

Six geniesst wie die Postfinance eine hohe Akzeptanz und bietet Acquirer- und PSP- Services an. Als PSP deckt Six ein breites Angebot an Karten ab. Da Six auch ein Acquirer ist, werden die Angebote gerne gleich im Paket angeboten. Analog Postfinance ist die Integration im Verlgeich zu anderen Anbietern komplexer und ebenfalls mit einem kostenpflichtigen Plugin verbunden. Zusätzliche Informationen zu Gebühren finden Sie hier.

Lösungen mit einem Acquirer und PSP

  • Schliessen Sie einen Akzeptanzvertrag mit einem Acquirer ab (oben erwähnt)
  • Schliessen Sie einen Vertag mit einem Payment Service Provider ab (oben erwähnt)
  • Vergleichen Sie mehrere Offerten – es lohnt sich. Ein auf den ersten Blick teurere Offerte kann Komponenten beinhalten, die für Ihre E-Commerce Tätigkeit wichtig sind und diese Sie nur gegen ein teures Upgrade beim günstigeren Anbieter erhielten.
  • Lassen sie folgende Aspekte nebst den Transaktionskosten in Ihre Beurteilung fliessen wie: 
    • Jährliche Kosten
    • Aushändigung der Daten für Buchhaltung
    • Auszahlungsfrist
    • Gebühren für Chargebacks
    • Sicherstellung von einem Risikomanagement durch PSP
Auf Datatrans.ch können sie einfach und problemlos eine Offerte von allen Acquirern gleichzeitig einholen. Sie füllen das Formular aus und werden direkt mit einer Offerte von den Acquirern kontaktiert.

WooCommerce Schweiz – beliebteste Onlineshop Zahlungsmethoden

Während Kunden bevorzugen möglichst bequem zu zahlen, liegt der Fokus bei Shop-Betreiber auf Kostenminimierung sowie Verhinderung von Zahlungsausfällen. Passende Zahlungsmethoden zu bieten, die alle Parteien zufriedenstellt, kann eine echte Herausforderung sein.

Die folgende Grafik zeigt die beliebtesten Onlineshop Zahlungsmethoden, welche Kunden im E-Commerce bevorzugen:
Onlineshop Zahlungsmethoden

Wie diese Grafik zeigt, ist die beliebteste Zahlungsart in der Schweiz die Kreditkarte. Danach folgen auf Rechnung, PostFinance und PayPal.

Kreditkartenzahlungen stellen eine kundenfreundliche und hoch akzeptierte Zahlungsmethode dar, zudem garantieren sie eine hohe Zahlungssicherheit. Zahlen auf Rechnung ist etwa gleich beliebt wie mit der Kreditkarte. Der Vorteil für den Kunden besteht darin, dass er die Ware erst nach dem Erhalt zahlt. Für den Shopbetreiber stellt das einen Nachteil dar, da ein grösseres Zahlungsausfallrisiko besteht im Vergleich zu anderen Zahlungsmethoden.

Um das Risiko für Zahlungsausfälle bei Rechnungszahlungen zu reduzieren, haben sie die Möglichkeit Angebote zur Bonitätsprüfung von Anbietern wie MFGroup oder Creditreform zu nutzen. Die Zahlungsmethode «auf Rechnung» wird nur Kunden mit guter Bonität offeriert. Ein intelligenter Algorithmus erkennt Missbrauch und schliesst diesen entsprechend aus. Nach Erfassung der Adressangaben und vor der Anzeige der Zahlungsoptionen werden die Daten an die entsprechenden Systeme übertragen. Diese prüfen umgehend die Bonität und des Kunden. Bei schlechter Bonität, auffälliger Verhaltungsweise oder ungültiger Anschrift wird die Rechnungsoption nicht angezeigt.


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